Koffermaterialien im Vergleich

DIe beliebtesten koffermaterialien im Überblick

Wer auf der Suche nach einem Koffer ist, stellt sich früher oder später die Frage, welches Material das Beste ist? Die unterschiedlichen Materialien der Außenschale eines Koffers besitzen jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile, die sich für bestimmte Anforderungen empfehlen. Dabei spielen vor allem die eigenen Nutzungsgewohnheiten die wichtigste Rolle, nach denen sich die Auswahl des Materials richten sollte.

Grundsätzlich lassen sich Koffermaterialien in zwei Kategorien unterteilen, die sich nach der Härte/Belastbarkeit der Außenhülle richtet: Hartschalenkoffer und Weichschalenkoffer.

Unter Hartschalenkoffern versteht man ein Gepäckstück mit einer resistenten Außenschale, die sehr hohe Belastungen aushält. Der Begriff Weichschalenkoffer umfasst alle Koffer mit einer Außenhülle aus Stoff, die wesentlich dehnbarer ist und in der Regel nicht so schnell abgenutzt wird, dafür aber deutlich weniger Schutz bietet. 

Hartschalenkoffer: Die häufigsten Materialien

ABS

ABS, kurz für Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat, ist ein beliebter Kunststoff, der sich vor allem durch seine enorme Widerstandsfähigkeit auszeichnet.

ABS-Koffer sind sehr schlag- und kratzfest und eignen sich somit bestens für matte oder Hochglanz-Oberflächen.

Es ist zu beachten, dass es bei diesem Material wesentliche Qualitätsunterschiede gibt, die häufig mit den Preisstufen korrelieren.

Als Nachteil ließe sich das Recycling des Materials anführen, das sehr aufwändig ist, da es bei der Herstellung von Koffern häufig mit anderen Stoffen vermischt wird.

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Aluminium

Aluminiumkoffer sind schon seit Jahrzehnten beliebte Reisebegleiter, die mit maximaler Widerstandsfähigkeit und Robustheit bestechen. Das Leichtmetall zeichnet sich durch seine unverwüstlichen Eigenschaften aus, die letztlich für seine Langlebigkeit verantwortlich sind.

Verglichen mit anderen Koffermaterialien ist Aluminium jedoch deutlich schwerer und teurer. Rimowa ist nach wie vor einer der beliebtesten Hersteller hochwertiger Alukoffer, die von den Kunden oft gekauft werden, um teuren Inhalt sicher zu transportieren.

Dazu gehört teure Kleidung, vertrauliche Unterlagen, die niemandem in die Hände kommen sollen sowie besonders empfindliche Elektronikartikel wie Laptop oder Kamera-Ausrüstung.

Curv

Curv gehört zu den fortschrittlichsten Materialien, die bei der Herstellung von Koffern verwendet werden. Dabei handelt es sich um ein Material, das in einem patentierten Verfahren hergestellt wird und bei extrem leichten Koffern verwendet wird.

Samsonite schwört mit vielen ihrer neuen Kollektionen auf das Curv-Material, um die leichtesten Koffer der Welt herzustellen. Bei Curv handelt es sich genau genommen um einen Verbund aus einzelnen Polypropylen-Plättchen, die mit einer Polypropylen Basis aufwändig verschmolzen werden.

Der Produzent dieses ​Werkstoffes schwört auf die Vorteile gegenüber herkömmlichem Polypropylen. Gemäß des Herstellers ist Curv wesentlich strapazierfähiger und kann somit zu leichteren Koffern verarbeitet werden.

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Polycarbonat

Polycarbonat gilt als das am wohl häufigsten verwendete Material bei der Herstellung von Hartschalenkoffern. Es besitzt ein geringeres Eigengewicht als ABS und zeichnet sich durch eine rundum solide Robustheit und Schlagfestigkeit aus. Darüber hinaus ist es sehr temperaturbeständig auch unter dem Gefrierpunkt.

Reines Polycarbonat ist relativ teuer und wird daher für hochwertige Gepäckstücke verwendet. Häufiger finden sich Gemische aus Polycarbonat mit anderen Kunststoffen, um Kosten sparen zu können.

Reine Polycarbonat-Koffer lassen sich besser formen und biegen als Koffer mit einem Materialgemisch, sodass man sie im Falle eines Schadens häufig ohne bleibende Schäden ausbeulen kann.

Polypropylen

Polypropylen ist ein ebenfalls beliebter Kunststoff mit einer geringen Dichte, sodass er besonders leicht ist. Trotz des geringen Eigengewichts sind seine Belastungseigenschaften durch hohe Robustheit und Strapazierfähigkeit gekennzeichnet.

Polypropylen-Koffer sowie Curv-Koffer besitzen aufgrund ihres Herstellungsverfahrens eine sehr dünne Außenschale, sodass es bei der Herstellung von besonders leichten Koffer eingesetzt wird. 

Der einzige Nachteil des Materials ist seine Temperaturunbeständigkeit. Bei besonders tiefen Temperaturen wird das Material spröde und bricht leichter. Allerdings werden moderne Polypropylen-Koffer regelmäßig auf Belastungen bis -40° Celsius hin getestet, die die modernen Koffer mittlerweile problemlos aushalten.

Weichschalenkoffer: Die häufigsten Materialien

Nylon

Nylon ist ein oft gewähltes Material für Koffer mit einer "weichen" Außenhülle. Das Material zählt zu der Gruppe der Polyamide und wird durch die Verflechtung von synthetischen Fasern zu einem Gewebe hergestellt. Diese Fasern können unterschiedlich dick sein und unterscheiden sich somit ihrer Reißfestigkeit.

Extrem reißfest ist beispielsweise das "ballistic Nylon", das in einer patentierten Form von Samsonite als "armoured Nylon" zur Herstellung von Gepäckstücken eingesetzt wird.

Aber auch generell gilt gewöhnliches Nylon als wasserabweisender und sehr belastbarer Stoff, der das Äußere des Koffers bruchsicher macht.

Polyester

Polyester wird häufig bei der Herstellung von Klamotten eingesetzt, findet aber auch bei der Produktion von Gepäckstücken seine Verwendung. Es handelt sich ebenfalls um ein synthetisches Material, das zu einem Gewebe verwoben wird, um es standhaft gegen Belastungen zu machen.

Die Unterschiede zwischen Polyester und Nylon sind bei der Suche nach dem passenden Koffer zu vernachlässigen. Auch bei Polyester handelt es sich um einen leichten Stoff, der als wasserabweisend und reißfest gilt.

Selbstverständlich schützt ein Gewebe aus einem Stoff nicht so gut vor Druckeinwirkungen und Schlägen auf das Innere wie eine harte Schale aus Kunststoff.

Sind Hartschalenkoffer oder Weichschalenkoffer besser?

Ob man einen Hartschalenkoffer oder Weichschalenkoffer bevorzugen sollte, hängt ganz maßgeblich von den eigenen Reisevorhaben ab. Koffer mit einer harten Schale sind vor allem Dingen dann zu bevorzugen, wenn man das Innere des Koffers vor Schäden schützen möchte. Das häufigste Szenario, bei dem das passiert, ist auf Flugreisen mit einem aufzugebendem Gepäckstück. Sprich, wenn man einen Reisekoffer am Gepäckschalter abgibt, wird das Gepäckstück im Laderaum des Flugzeugs gemeinsam mit anderen Gepäckstücken gestapelt, sodass dort die höchsten Kräfte auf den Koffer wirken.

Wer zwar häufig mit dem Flugzeug verreist, aber nur ein Handgepäckstück mitnimmt, dem sind sowohl harte als auch weiche Handgepäckkoffer zu empfehlen.

Bei anderen Reisearten spielt die zu ertragende Belastung des Koffers eine untergeordnete Rolle. Daher spielen vor allem Leergewicht, Optik, Qualität der Rollen und des Innenraums sowie der Preis entscheidende Kriterien dar, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten.

Leergewicht​

Das Leer- bzw. Eigengewicht eines Koffers spielt für die allermeisten Interessenten eine zentrale Rolle. Lange galten Weichschalenkoffer im Vergleich zu Hartschalenkoffern als die leichteren Gepäckstücke, wobei dieses Argument nicht mehr haltbar ist. Hartschalenkoffer werden dank neuer Technologien immer leichter, während Weichschalenkoffer in den letzten Jahren diesbezüglich an ihre Grenze gekommen sind, da sie immer ein gewisses inneres Verstärkungsgerüst brauchen, um nicht in sich zusammenzufallen.

Optik

Optisch gibt es ansprechende Modelle in beiden Kategorien, wobei letztlich der eigene Geschmack darüber entscheidet, welches Design man bevorzugt.

Qualität

Die Qualität des Innenraums, sowie der Rollen und der Tragevorrichtungen sind wesentliche Bestandteile eines guten Koffers. Wir haben jedes einzelne Modell gezielt hinsichtlich dieser Merkmale geprüft.

Preis

Gute Koffer müssen kein Vermögen kosten. Gute Modelle gibt es in allen Preisklassen, wobei der Preis häufig auch im Zusammenhang mit der Qualität des Gepäckstücks steht.

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