Tumi Koffer Test – Luxusgepäckstücke im Vergleich

Tumi ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das 1975 gegründet wurde und sich zu einem der weltweiten Marktführer im oberen Segment für allerlei Gepäckstücke entwickelt hat.

Im März 2016 wurde das Unternehmen von Samsonite aufgekauft, operiert allerdings nach wie vor als selbstständige Einheit.

In unserem Tumi Koffer Test haben wir 3 Reisekoffer der Marke genauer unter die Lupe genommen. Wie gut die Gepäckstücke dabei abgeschnitten haben erfahren Sie in nachfolgend in ausführlichen Testberichten.

Unsere Erkenntnisse in Kurzform

Tumi

V3 

Tumi

19 Degree

Tumi Tegra-Lite

Tumi

Tegra-Lite

Schlichtes Design. Praktisches Innenleben. Hochwertige Verarbeitung. Leichtester der drei getesteten Koffer.

Elegantes, auffälliges Design mit Alu- oder Kunststoffschale. Praktische Fächeraufteilung.

Auffällige und außergewöhnliche Optik. Solide Verschlüsse und praktisches Innenleben.

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Wenn Kunststoff: Hülle recht dünn

Schwer

In unserem Tumi Koffer Test ist die Modellreihe V3 die günstigste. Ein rundum solider Koffer mit hochwertiger Verarbeitung, allerdings mit Schwächen was die Rollen angeht.

Die Modelle der Tumi 19 Degree-Reihe sehen äußerst exklusiv aus und bieten ein hochwertiges Innenleben. Die Rollen sollten verbessert werden.

Das Äußere der Tegra-Lite Koffer ist auffallend und hochwertig hergestellt. Das Material sorgt allerdings für ein hohes Gewicht.


Die Tumi Koffer im Detail

Tumi V3​

Der erste Koffer in unserem Tumi Test ist das Modell V3. Bei dieser Gepäck-Serie handelt es sich um die aktuell leichteste Hartschalen-Reihe der Marke.

Ingesamt werden 2 Reisekoffer, 2 Handgepäckstrolleys sowie ein Akten- bzw. Businesskoffer angeboten. 

Maße, Gewicht und Stauraum

Maße

Volumen

Gewicht

Tumi V3 41,5 cm

41,5 x 41,5 x 20 cm

24 Liter

3 kg

Tumi V3 55 cm

55 x 40 x 20 cm

36 Liter

2 kg

Tumi V3 56 cm

56 x 35,5 x 23 cm

36 Liter

2,9 kg

Tumi V3 67,5 cm

66 x 44,5 x 25 cm

59 Liter

3 kg

Tumi V3 77,5 cm

77,5 x 51 x 28 cm

96 Liter

4 kg

Beim Tumi V3 mit einer Höhe von 41,5 cm handelt es sich um den Aktenkoffer.

Verglichen mit anderen Modellen der Marke hat der Tumi V3 deutlich abgespeckt. Mit diesen Werten geht jedes einzelne Modell als leichte Koffer in Bezug auf ihre Größe durch.

Funktionalität

Das Äußere besteht aus einer Mischung aus ABS und Polycarbonat, wodurch er vor den Belastungen auf Flugreisen gut geschützt wird. 

Die Schale des Koffers wird mit einem Reißverschluss geöffnet, der im eingebauten TSA-Zahlenschloss eingerastet und abgeschlossen werden kann, wenn man reist.

Im Inneren wartet eine sinnvoll gestaltete Fächeraufteilung auf den Käufer. Insgesamt 3 Reißverschlussfächer und ein großes offenes Fach sorgen dafür, dass man den Inhalt gut aufteilen und organisieren kann. 

In einem der Reißverschlussfächer ist ein Kleiderbügelhalter verbaut, jedoch gibt es den dazu passenden Bügel nicht kostenlos dazu.

Handhabung und Mobilität

Wenn man sich die Transport- und Bewegungsmöglichkeiten ansieht, stehen zu allererst die Rollen im Fokus. Der Trolley steht auf 4 Doppelrollen, die zwar sehr gut und leise rollen, für unseren Geschmack aber ein gewisses Plastik-Flair vermitteln. 
In der Preisklasse gibt es Modelle anderer Hersteller, die wesentlich elegantere und größere Rollen verbauen.

Die Tragegriffe oben und an der Seite sitzen fest, fühlen sich angenehm an und sind nicht zu kritisieren.

Am Teleskopgriff lässt sich der Koffer ziehen bzw. neben sich herführen. Ansich ist der Griff dazu gut geeignet, da er fest sitzt und nicht wackelt. Wünschenswert aber nicht zwingend erforderlich wären mehr Höhen-Einstellungsmöglichkeiten als die vorhandenen 3 Stufen.

Qualität​

Das Material der Hartschale fühlt sich schön formsteif und hart an. Ein Problem, das Hartschalenkoffer mit der Hochglanz-Optik des V3 häufig haben, ist das schnelle Verkratzen der Oberfläche. Ob und zu welchem Maß das auch beim Tumi V3 der Fall ist, können wir nicht bestätigen, da wir den Koffer nicht auf Flugreisen mitgenommen haben.

Alle Reißverschlüsse laufen einwandfrei und verhaken nicht.

Das Innenmaterial fühlt sich insgesamt sehr hochwertig an und wurde sehr gut in die Schale des Koffers integriert.

Preis und Garantie

Zum Zeitpunkt unseres Tumi Koffer Tests kosteten die Gepäckstücke der Linie V3 je nach Größe zwischen 350 und 450 €.

Tumi gewährt auf den Koffer einen 5 jährigen Garantieanspruch, der sich nach den Bestimmungen des Unternehmens richtet.


Tumi 19 Degree

Die Serie 19 Degree von Tumi ist eine neue Kollektion der Marke, die sich auf den ersten Blick bereits durch ihr auffälliges Äußeres ​auszeichnet. Erhältlich ist die Reihe in 3 verschiedenen Größen in 3 edlen Farben (schwarz-metallic, silber-metallic, kupfer).

Tumi 19 Degree

Tumi 19 Degree

Maße, Stauraum und Gewicht

Maße

Volumen

Gewicht

19 Degree 54,5 cm

54,5 x 35,5 x 23 cm

35 Liter

3,27 kg

19 Degree 65,5 cm

65,5 x 44 x 25,5 cm

57 Liter

4.31 kg

19 Degree 76 cm

76 x 52 x 26,5 cm

85 Liter

5,67 kg

Wenn man sich das Gewicht der 3 verschiedenen Größen ansieht, lässt sich diese Kollektion als mittelschweres Gepäck einstufen. In den Größen des Tumi 19 Degree gibt es wesentlich leichtere aber auch wesentlich schwerere Trolleys anderer Hersteller.

Funktionalität

Das Äußere des Tumi 19 Degree besteht aus Polycarbonat, wodurch er stabil und widerstandsfähig wird. Dadurch, dass in der Materialmischung ABS fehlt, wird derKoffer jedoch etwas schwerer.

Beim Modell 19 Degree handelt es sich ebenfalls um einen Reißverschluss-Trolleys, der relativ weit mittig verläuft und mittels ihm den Koffer in zwei Schalenhälften teilen lässt. ​

Im Inneren befinden sich 3 Reißverschlussfächer, wobei beide Schalenhälften komplett voneinander mit zwei Raumteilern voneinander getrennt werden. Der Inhalt des Bodenfachs lässt sich zusätzlich mit Gurten fixieren. 

Standardmäßig wurde auch beim Tumi 19 Degree ein Kleiderbügel-Haken verbaut, dessen passender Bügel jedoch dazu gekauft werden muss.

Der Reißverschluss der Außenschale lässt sich im robust verbauten TSA-Schloss einrasten und abschließen.

Handhabung und Mobilität

Auch beim Tumi 19 Degree wird auf die Doppelrollen gesetzt, die ihren Job zwar gut erledigen, jedoch hochwertiger und größer sein sollten.

Sowohl die Tragegriffe oben und an der Seite sowie der Teleskopgriff sitzen wackelfrei in ihrer Fassung und bleiben auch bei hohen Belastungen stabil.

Qualität​

Vor allem die Außenhülle ist beim Tumi 19 Degree ein echtes Highlight. Das ausgefallene und moderne Design sieht man nicht alle Tage und lässt schon von fern die Exklusivität des Koffers erahnen.

​Das Innenleben sowie die Reißverschlüsse sind hochwertig und äußerst präzise verarbeitet.

Einziger Wermutstropfen bei dem Koffer sind die Rollen, bei denen wir trotz guter Funktion nicht über ihr Plastik-Flair hinwegsehen können.

Preis und Garantie

​Preislich belaufen sich die 19 Degree Modelle zum Zeitpunkt unseres Tumi Tests (März 2017) je nach Größe auf 450 bis 550 €.

Tumi bietet wiederum eine 5 jährig Garantie an, die sich nach den Bestimmungen des Unternehmens richtet. 


Tumi Tegra-Lite

Die dritte Gepäck-Serie, die wir uns im Rahmen unseres Tumi Koffer Tests angesehen haben, nennt sich Tegra-Lite.

Diese Produkt-Serie identifiziert sich durch die Verwendung von Tegris als Außenschalenmaterial. Wobei es sich bei diesem Stoff genau handelt, klären wir im Verlauf des Tests. 

Tumi Tegra-Lite

Tumi  Tegra-Lite

Insgesamt stehen in dieser Gepäck-Serie 3 verschiedene Größen zur Verfügung.

Maße, Stauraum und Gewicht

Maße

Volumen

Gewicht

Tegra-Lite 40,5 cm

40,5 x 42,5 x 21 cm

25 Liter

4,04 kg

Tegra-Lite 66 cm

56 x 35,5 x 23 cm

32 Liter

4,26 kg

Tegra-Lite 73,5 cm

66 x 48,5 x 33 cm

103 Liter

5,99 kg

In Sachen Gewicht sind die Modelle der Tumi Tegra-Lite Reihe nicht gerade leicht. Sie zählen zu den massiven Koffern, die vor allem für ihre Robustheit werben.

Funktionalität

Wie bereits angerissen, handelt es sich bei dem Außenmaterial der Hartschale nicht um gewöhnlichen Kunststoff, sondern um Tigris. Dabei handelt es sich um einen Verbundstoff, bei dem mehrere Schichten an Polypropylen-Fasern miteinander verwoben und verschmolzen werden.

Angeblich verbessert das signifikant die Strapazierfähigkeit. Ob sich der Qualitätsunterschied zu gewöhnlichem PP lohnt, können wir nicht genau klären.

Neben einer verbesserten Hartschale entspricht auch das Innere des Koffers sowie die Verschlusstechnik den gehobenen Kollektionen von Tumi. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um einen Reißverschluss-Koffer, sondern um einen gerahmtes Öffnungssystem, das mit 3 Klappverschlüssen verriegelt wird. 
Dabei besitzt der mittlere Verschluss ein eingebautes TSA-Schloss, um eine Zahlenkombination einzustellen. 

Im Inneren des Koffers warten insgesamt 3 Reißverschlussfächer darauf, befüllt zu werden. Darüber hinaus besitzt das offene Bodenfach Packgurte sowie einen verstellbaren Raumteiler, der an die Vorrichtung von Rimowa erinnert. 

In einem der Netzfächer wurde, wie von Tumi gewöhnt, ein Kleiderbügelhalter eingebaut. Soll der dazugehörige Bügel verwendet werden, muss dieser dazugekauft werden. 

​Handhabung und Mobilität

Obwohl die Tegra-Lite Reihe die luxuriöseste in unserem Tumi Koffer Test ist, wurden wieder die altbekannten Doppelrollen aus Hartplastik verwendet. Diese erledigen zwar ihren Job, entsprechen aber nicht dem Rest des Koffers und schon gar nicht der Preisklasse.

Die Trage- und Ziehmöglichkeiten sind ansich nicht zu bemängeln. Der Teleskopgriff könnte trotzdem mehr Einstellungsschritte bezüglich seiner Höhe bieten.​

Qualität​

Die Außenhülle sowie das Innenleben zeugen prinzipiell vo​n hoher Qualität, obwohl die Materialauswahl im Inneren etwas wertiger ausfallen könnte - Rimowa-Qualität wurde jedenfalls nicht erreicht. Die Rollen entsprechen nicht der Preisklasse und sie sollten umgehend durch größere und hochwertigere Doppelrollen ersetzt werden.

Preis und Garantie​

Preislich zählt die Kollektion Tumi Tigra-Lite definitiv zu den teuren Gepäckstücken, sodass sie in der Luxusklasse anzusiedeln sind. 

Tumi gewährt auf die Trolleys eine 5-jährige Garantie, die sich nach den Bestimmungen des Unternehmens richtet. 

Lennart
 

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